Lucienet - Thomas und Arnos Homepage - Technik - SuSE Linux auf dem Asus L3D - L35D - L3500D
Nach dem Defekt meines HP-Notebooks musste ich mich auf die Suche nach einer neuen Maschine machen.
Einige wichtige Punkte, die das neue Gerät erfüllen sollte, waren:
Da meine Schwester mit dem Asus L2D, das ich ihr vor ca. einem Jahr mit SuSE 8.1 ausgerüstet habe, sehr zufrieden ist, habe ich mich für meine neue Maschine auch bei Asus umgesehen und das L35D gewählt.
Die gelistete Hardware läuft, bis auf das noch nicht in Betrieb genommene Winmodem. Das sollte aber, lt. anderer Seiten, mit dem PCTEL 0.9.6-Treiber laufen.
Die Installation von SuSE Linux 8.2 läuft, bis auf zwei kleine Haken, völlig problemlos.
Erster Haken: Im Vorfeld habe ich schon auf der Seite von Uli gelesen, dass der mitgelieferte SiS-Grafiktreiber Probleme macht - das Display geht beim Umschalten auf den XServer aus bzw. zeigt komische Effekte. Das lässt sich entweder nach der Installation beheben, indem in der XF86Config als Treiber "vesa" eingetragen wird. Oder gleich bei der Installation/Konfiguration des Bildschirms den VESA-Treiber auswählen.
Zweiter (kleiner) Haken: Das Notebook hat ACPI-Funktionen, um Ladezustand, Stromsparmode, etc... zu verwalten. Das meiste davon funktioniert noch nicht mit dem 2.4.20-er Kernel. Der Batterie-Ladezustand wird aber schon richtig im KDE angezeigt (klaptop), vorausgesetzt man aktiviert im Runlevel-Editor des YaST den acpid. Zumindest bei meiner Installation war der defaultmässig aus und klaptop meldete irgendwas mit einer teilweisen Installation, aber falschen Pfaden etc...
Hier soll es aber nicht um die grundlegene Installation gehen, sondern darum, wie das Ding im dual head Betrieb eingerichtet wird.
lspci liefert:
esw44:/home/esw44 # lspci
Der Grafikcontroller ist aus der 315 Serie (näheres dazu auf der
Seite von Thomas Winischhofer", von dem
auch der SiS-Treiber stammt.
00:00.0 Host bridge: Silicon Integrated Systems [SiS] 740 Host (rev 01)
00:01.0 PCI bridge: Silicon Integrated Systems [SiS] SiS 530 Virtual PCI-to-PCI bridge (AGP)
00:02.0 ISA bridge: Silicon Integrated Systems [SiS] 85C503/5513 (rev 04)
00:02.5 IDE interface: Silicon Integrated Systems [SiS] 5513 [IDE]
00:02.6 Modem: Silicon Integrated Systems [SiS] Intel 537 [56k Winmodem] (rev a0)
00:02.7 Multimedia audio controller: Silicon Integrated Systems [SiS] SiS7012 PCI Audio Accelerator (rev a0)
00:03.0 USB Controller: Silicon Integrated Systems [SiS] SiS7001 USB Controller (rev 0f)
00:03.1 USB Controller: Silicon Integrated Systems [SiS] SiS7001 USB Controller (rev 0f)
00:03.2 USB Controller: Silicon Integrated Systems [SiS] SiS7001 USB Controller (rev 0f)
00:03.3 USB Controller: Silicon Integrated Systems [SiS] SiS7002 USB 2.0
00:04.0 Ethernet controller: Silicon Integrated Systems [SiS] SiS900 10/100 Ethernet (rev 90)
00:0a.0 CardBus bridge: Ricoh Co Ltd RL5c476 II (rev aa)
00:0a.1 CardBus bridge: Ricoh Co Ltd RL5c476 II (rev aa)
00:0a.2 FireWire (IEEE 1394): Ricoh Co Ltd R5C552 IEEE 1394 Controller (rev 02)
01:00.0 VGA compatible controller: Silicon Integrated Systems [SiS] SiS650/651/M650/740 PCI/AGP VGA Display Adapter
Das hier ist die Installation, wie sie bei mir funktioniert hat. Ich bin
weit davon entfernt, mich mit Linux oder dem XServer auszukennen und habe alle Informationen
selber aus dem Netz oder aus Büchern und hier nur zusammengefasst.
Bitte bei auftretenden Problemen selber checken.
Ich habe die Kernelkonfiguration in mehreren Schritten gemacht. Zuerst den VESA-Framebuffertreiber
entfernt, dann die Grafik in Betrieb genommen.
Als dann schonmal die Grafik lief, den sisfb-Framebuffertreiber in den Kernel einkompiliert.
Mit Sicherheit ist hier auch eine andere Vorgehensweise möglich!
esw44@esw44:~> X -version abfragen. Ich habe nur das Binärpaket installiert.
esw44:/home/esw44 # cd /boot
esw44:/boot # cp vmlinuz vmlinuz.vesa.running
esw44:/boot # cp initrd initrd.vesa.running
esw44:/boot # cp vmlinuz.config vmlinuz.vesa.running.config
Important: The term "VESA" on this page does not refer to the kernel's VESA framebuffer driver. It is mandatory to disable the VESA framebuffer driver if you intend to use any of the drivers available here. (That is, deselect the option "VESA VGA graphics console" in the kernel configuration and remove eventual "vga=???" statements from your boot manager configuration file.)Vorher aber erst mal die Originalkonfiguration des Kernel erstellen...
make cloneconfig. Es gibt auch eine alternative
Methode, die auch im Adminhandbuch beschrieben steht.
esw44:/home/esw44 # cd /usr/src/linux
esw44:/usr/src/linux # make oldconfig
Dann die neue Konfiguration erstellen:
esw44:/usr/src/linux # make menuconfig
Aus Main Menu das Console Drivers Menu wählen,
esw44:/usr/src/linux # make dep clean bzImage
esw44:/usr/src/linux # make modules
Kernel und Module kompilieren (ich weiss nicht, ob die Module wirklich neu kompiliert
und installiert werden müssen, es kommen ja eigentlich keine (ladbaren) Module hinzu...
esw44:/usr/src/linux # cp arch/i386/boot/bzImage /boot/vmlinuz
esw44:/usr/src/linux # make modules_install
Kernel und Module installieren. Beim Bootmanager grub ist es damit vorerst
erledigt. Wer sein System mit LILO startet, muss LILO noch den jetzt zu startenden
Kernel verklickern. IIRC ist dazu lediglich LILO von der Kommandozeile aufzurufen.
Das Admin-Handbuch gibt einem hier nähere Infos.
/usr/X11R6/lib/modules/driver.
Section "Device"
Driver "sis"
den XServer neu starten und hoffen, dass er hochläuft.
Wenn soweit alles geklappt hat, dann ist es an der Zeit, einen externen Monitor herbeizuschleppen
und die für den dual head Betrieb geeignete XF86Config zu beschaffen. Als Muster
dafür kann meine XF86Config
dienen.
Sie unterstützt mehrere Modi, die dem XServer mit dem Start von der Textkonsole (Runlevel 3) aus
übergeben werden müssen:
startx -- -layout xinerama startet Xinerama (ein grosser Desktop)
startx -- -layout dualhead startet den normalen dual head Betrieb (zwei Desktops)
Wird keine Option übergeben oder der Rechner direkt in Runlevel 5 gestartet,
dann startet X im single head Betrieb.
Der Merged Framebuffer hat bei mir anfangs nicht ganz optimal funktioniert - bei einigen Programmen
hat die Schriftart überhaupt nicht hingehaut. Bei OOo hat die Schrift auf der Seite wie Sperrschrift
ausgesehen. Thomas Winischhofer hat mir gemailt, das würde an der Displaygrössenerkennung liegen.
Wird X mit -dpi 100 gestartet, dann funktioniert es. Sein neuer Treiber hat da jetzt auch ein Workaround
(hab ich noch nicht getestet)...
Alles dazu nötige gibt es auch bei Thomas Winischhofer im Downloadbereich.
Wieder habe ich vorher den libxaa.a gesichert, bevor ich seinen Bugfix
in das Verzeichnis /usr/X11R6/lib/modules kopiert habe.
Wer nie an der Konsole arbeitet, kann hier aufhören. Ansonsten ist es sicher reizvoll, auch jetzt wieder z.B. eine Zeile mit 128 Zeichen zu haben... so gehts:
/usr/src/linux/drivers/video/sis sichern, z.B.
nach sis.sure_ori
sisfb.h suchen (find) und durch die Version von Thomas ersetzen.
Bei mir fanden sie sich in/usr/include/linux/ und/usr/src/linux/include/linux/
make oldconfig Kannst Du Dir
sparen - ist ja bereits erstellt.)Then reconfigure the kernel (using for instance "make menuconfig") and enable "Prompt for development and/or incomplete code/drivers" in Code Maturity Level Options, "SiS Acceleration" (along with your type of chipset) in Console Drivers->Framebuffer support. If you happen to select Advanced Low Level Driver Options, you *must* select "8 bpp packed pixel support", "16 bpp packed pixel support" and "32 bpp packed pixel support" as well. For 2.5 and 2.6, the options and their names have slightly changed. I am sure you will find them.
make dep clean bzImage
make modules
esw44:/usr/src/linux # cp arch/i386/boot/bzImage /boot/vmlinuz
esw44:/usr/src/linux # make modules_install
title linux-sis-x
kernel (hd0,2)/boot/vmlinuz root=/dev/hda3 hdc=ide-scsi hdclun=0 splash=verbose video=sisfb:mode:1024x768x2 3
Den schönen blauen splashscreen habe ich auch ausprobiert, aber wenn gleichzeitig X läuft, während in der
Console gearbeitet wird, dann haut irgendwas mit dem Bildschirm nicht mehr hin, der Text wird in eine
schwarze Box ausgegeben und das System stürzt ab. Mit dem 1024x768x2 funktioniert's sehr gut...
... wird fortgesetzt...
Wer seinen Asus oder anderen SiS-Laptop (auch) mit Hilfe dieser Beschreibung für dual head eingerichtet hat, darf mir gerne schreiben, wie es geklappt hat und ob die Beschreibung nachvollziehbar (und richtig) war.
Ein äusserst brauchbarer Notebook. Für ein 2.4GHz-Gerät ohne acpi-Energiesparfunktion (die gibt es erst ab Kernel 2.6) eine befriedigende Akkulaufzeit von 2h. Der Lüfter läuft meistens auf einer niedrigen Stufe und fällt auch in einem leisen Raum nicht ins Gewicht. Ich benutze das Gerät als meinen Haupt-Computer den ganzen Tag, allerdings mit externen Tastatur und Maus. Die eingebaute Tastatur ist aber sehr gut und auch für Schnellschreiber gut geeignet.
Sehr löblich: Das Gerät ist ohne Zwangs-Windoze erhältlich.
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Arno - 26.10.03