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SuSE Linux 8.2 auf dem Asus L3D - L35D - L3500D

Nach dem Defekt meines HP-Notebooks musste ich mich auf die Suche nach einer neuen Maschine machen.
Einige wichtige Punkte, die das neue Gerät erfüllen sollte, waren:

Da meine Schwester mit dem Asus L2D, das ich ihr vor ca. einem Jahr mit SuSE 8.1 ausgerüstet habe, sehr zufrieden ist, habe ich mich für meine neue Maschine auch bei Asus umgesehen und das L35D gewählt.

Ansichten des Asus L3D

Maschinendetails

Ausstattung/Hardware, Funktion:

Die gelistete Hardware läuft, bis auf das noch nicht in Betrieb genommene Winmodem. Das sollte aber, lt. anderer Seiten, mit dem PCTEL 0.9.6-Treiber laufen.

Ausstattung/Schnittstellen, Funktion:

Die Installation von SuSE Linux 8.2

Die Installation von SuSE Linux 8.2 läuft, bis auf zwei kleine Haken, völlig problemlos.

Erster Haken: Im Vorfeld habe ich schon auf der Seite von Uli gelesen, dass der mitgelieferte SiS-Grafiktreiber Probleme macht - das Display geht beim Umschalten auf den XServer aus bzw. zeigt komische Effekte. Das lässt sich entweder nach der Installation beheben, indem in der XF86Config als Treiber "vesa" eingetragen wird. Oder gleich bei der Installation/Konfiguration des Bildschirms den VESA-Treiber auswählen.

Zweiter (kleiner) Haken: Das Notebook hat ACPI-Funktionen, um Ladezustand, Stromsparmode, etc... zu verwalten. Das meiste davon funktioniert noch nicht mit dem 2.4.20-er Kernel. Der Batterie-Ladezustand wird aber schon richtig im KDE angezeigt (klaptop), vorausgesetzt man aktiviert im Runlevel-Editor des YaST den acpid. Zumindest bei meiner Installation war der defaultmässig aus und klaptop meldete irgendwas mit einer teilweisen Installation, aber falschen Pfaden etc...

Hier soll es aber nicht um die grundlegene Installation gehen, sondern darum, wie das Ding im dual head Betrieb eingerichtet wird.

Die Einrichtung des dual head mode

Allgemeines über den Chipsatz

lspci liefert:
esw44:/home/esw44 # lspci
00:00.0 Host bridge: Silicon Integrated Systems [SiS] 740 Host (rev 01)
00:01.0 PCI bridge: Silicon Integrated Systems [SiS] SiS 530 Virtual PCI-to-PCI bridge (AGP)
00:02.0 ISA bridge: Silicon Integrated Systems [SiS] 85C503/5513 (rev 04)
00:02.5 IDE interface: Silicon Integrated Systems [SiS] 5513 [IDE]
00:02.6 Modem: Silicon Integrated Systems [SiS] Intel 537 [56k Winmodem] (rev a0)
00:02.7 Multimedia audio controller: Silicon Integrated Systems [SiS] SiS7012 PCI Audio Accelerator (rev a0)
00:03.0 USB Controller: Silicon Integrated Systems [SiS] SiS7001 USB Controller (rev 0f)
00:03.1 USB Controller: Silicon Integrated Systems [SiS] SiS7001 USB Controller (rev 0f)
00:03.2 USB Controller: Silicon Integrated Systems [SiS] SiS7001 USB Controller (rev 0f)
00:03.3 USB Controller: Silicon Integrated Systems [SiS] SiS7002 USB 2.0
00:04.0 Ethernet controller: Silicon Integrated Systems [SiS] SiS900 10/100 Ethernet (rev 90)
00:0a.0 CardBus bridge: Ricoh Co Ltd RL5c476 II (rev aa)
00:0a.1 CardBus bridge: Ricoh Co Ltd RL5c476 II (rev aa)
00:0a.2 FireWire (IEEE 1394): Ricoh Co Ltd R5C552 IEEE 1394 Controller (rev 02)
01:00.0 VGA compatible controller: Silicon Integrated Systems [SiS] SiS650/651/M650/740 PCI/AGP VGA Display Adapter
Der Grafikcontroller ist aus der 315 Serie (näheres dazu auf der Seite von Thomas Winischhofer", von dem auch der SiS-Treiber stammt.

Die Installation des X-Treibers

Das hier ist die Installation, wie sie bei mir funktioniert hat. Ich bin weit davon entfernt, mich mit Linux oder dem XServer auszukennen und habe alle Informationen selber aus dem Netz oder aus Büchern und hier nur zusammengefasst. Bitte bei auftretenden Problemen selber checken.
Ich habe die Kernelkonfiguration in mehreren Schritten gemacht. Zuerst den VESA-Framebuffertreiber entfernt, dann die Grafik in Betrieb genommen. Als dann schonmal die Grafik lief, den sisfb-Framebuffertreiber in den Kernel einkompiliert. Mit Sicherheit ist hier auch eine andere Vorgehensweise möglich!

Wenn soweit alles geklappt hat, dann ist es an der Zeit, einen externen Monitor herbeizuschleppen und die für den dual head Betrieb geeignete XF86Config zu beschaffen. Als Muster dafür kann meine XF86Config dienen.
Sie unterstützt mehrere Modi, die dem XServer mit dem Start von der Textkonsole (Runlevel 3) aus übergeben werden müssen:
startx -- -layout xinerama startet Xinerama (ein grosser Desktop)
startx -- -layout dualhead startet den normalen dual head Betrieb (zwei Desktops)
Wird keine Option übergeben oder der Rechner direkt in Runlevel 5 gestartet, dann startet X im single head Betrieb.
Der Merged Framebuffer hat bei mir anfangs nicht ganz optimal funktioniert - bei einigen Programmen hat die Schriftart überhaupt nicht hingehaut. Bei OOo hat die Schrift auf der Seite wie Sperrschrift ausgesehen. Thomas Winischhofer hat mir gemailt, das würde an der Displaygrössenerkennung liegen. Wird X mit -dpi 100 gestartet, dann funktioniert es. Sein neuer Treiber hat da jetzt auch ein Workaround (hab ich noch nicht getestet)...

Den libxaabug patch installieren

Alles dazu nötige gibt es auch bei Thomas Winischhofer im Downloadbereich. Wieder habe ich vorher den libxaa.a gesichert, bevor ich seinen Bugfix in das Verzeichnis /usr/X11R6/lib/modules kopiert habe.

Die Installation des Konsolen-Framebuffer-Treibers

Wer nie an der Konsole arbeitet, kann hier aufhören. Ansonsten ist es sicher reizvoll, auch jetzt wieder z.B. eine Zeile mit 128 Zeichen zu haben... so gehts:

Installation des Synaptics Touchpads

... wird fortgesetzt...

Alles klar?

Wer seinen Asus oder anderen SiS-Laptop (auch) mit Hilfe dieser Beschreibung für dual head eingerichtet hat, darf mir gerne schreiben, wie es geklappt hat und ob die Beschreibung nachvollziehbar (und richtig) war.

Fazit

Ein äusserst brauchbarer Notebook. Für ein 2.4GHz-Gerät ohne acpi-Energiesparfunktion (die gibt es erst ab Kernel 2.6) eine befriedigende Akkulaufzeit von 2h. Der Lüfter läuft meistens auf einer niedrigen Stufe und fällt auch in einem leisen Raum nicht ins Gewicht. Ich benutze das Gerät als meinen Haupt-Computer den ganzen Tag, allerdings mit externen Tastatur und Maus. Die eingebaute Tastatur ist aber sehr gut und auch für Schnellschreiber gut geeignet.

Sehr löblich: Das Gerät ist ohne Zwangs-Windoze erhältlich.


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Arno - 26.10.03