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Italien 1999: mit dem Camaro und dem Zelt die ligurische Küste entlang

Im Juli 99 fahren wir mit dem Camaro zum Zelten an die ligurische Küste. Die Gegend wurde uns von Freunden empfohlen, die von der Landschaft und dem Meer geradezu schwärmerisch erzählt haben. Nachdem in Spanien das Meer wegen der kühlen Witterung zu kurz kam, wollen wir hier das Versäumte nachholen.

Wir brechen erst um drei Uhr nachmittags in Nürnberg auf, weil Thomas noch arbeiten muß. Kurz nach Milano legen wir uns mitten in der Nacht auf eine Wiese, wo uns morgens eine neugierige Wildsau weckt. Nach dem Frühstück fahren wir weiter nach Finale Ligure.

Noch kurz die Promenade anschauen, dann ins Meer...

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Himmel und Meer wie aus dem Reiseprospekt - hier ist es echt!

Nachdem das erste Verlangen nach Meer gestillt ist, fahren wir weiter nach Telaro in der Nähe der Cinque Terre. Diese Fischerdörfer (oder frühere Piratennester) gehören zu den schönsten Flecken der ligurischen Küste.

Von Monterosso aus wandern wir über schmale Wirtschaftswege, an Traubenhängen und anderen leckeren Sachen vorbei, nach Vernazza.

Auf dem Wanderweg von Monterosso nach Vernazza bietet sich diese tolle Aussicht.

Nach dem Abstieg finden wir auf einem schrägen Felsen eine schöne Stelle zum Baden - gut daß wir unsere Badehosen mitgenommen haben!

Das Wasser ist hier so klar, daß man problemlos 5m tief sehen kann.

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Dieser Badefelsen ist oberhalb der Fähre zu erkennen...

... und auch bei den Einheimischen und anderen Touristen sehr beliebt.

Auf dem Felsen befreien wir eine Taube, die sich mit den Füßen in einer Angelschnur verheddert hat. Später geht’s mit dem Boot zurück nach Monterosso.

Auf der Rückfahrt bieten sich tolle Anblicke der Felsformationen. Die Höhle würden wir gerne untersuchen - leider sind wir nicht alleine auf dem Boot

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Wir beschliessen, vom Camp aus ins nahegelegene Lerici zu laufen. Leider beginnt es, ziemlich stark zu regnen. Obwohl wir einen Schirm mithaben, werden wir vom Knie abwärts ziemlich naß. Umkehren ist natürlich ausgeschlossen, denn ‘da hinten ist es ja schon wieder hell am Himmel’. In Lerici angekommen, kehren wir zuerst in einer Pizzeria ein (sie kommt uns wirklich sehr gelegen).

Nach dem Essen - die Sonne lacht mittlerweile auch wieder - lassen wir die verschrumpelten Füße in der Sonne trocknen.

So lässt es sich später viel besser zurückwandern...

Wir kaufen kurz ein und erkunden dann noch eine Bucht, die sich als richtige Traumbucht herausstellt.

In dem Hang ist ein altes, verfallenes Gebäude, das aber noch den Glanz der vergangenen Zeit ausstrahlt.

Wir stellen uns vor, wie wir die alten Gemäuer eines Tages als Hotel aufbauen könnten (obwohl uns der wahre Hang zur Gastronomie eigentlich fehlt...)

Zurück im Camp ist erst mal Waschtag...

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Wir nehmen auf Campingtouren nie viel mit - egal ob wir mit dem Auto oder mit dem Rad unterwegs sind.

Lieber unterwegs mal waschen, dann kann man die Lieblingssachen auch öfters anziehen

Bevor uns der Weg nach Siena führt, statten wir noch Lucca und Livorno einen Besuch ab.

Lucca liegt innerhalb eines noch intakten Festungsringes. Die Touristenautos bleiben draußen auf einem großen Parkplatz. Innen wirkt alles wie ein großes Museum. Thomas könnte hier kulturell voll auf seine Kosten kommen, ist dazu aber viel zu hungrig. So bewundern wir die Schönheiten Luccas lieber in einem Fotoführer bei einer Pizza (so ein Frevel).

Livorno erkunden wir etwas detaillierter. Wir haben ja schon seit einiger Zeit vor, später nach Italien umzusiedeln und Livorno ist Favorit. Die Stadt ist zwar, ästhetisch gesehen, ziemlich weit weg von mittelalterlich-toskanischen Highlights wie Siena, Lucca oder gar Florenz. Aber hier ist eine ‘Normalität im Leben’ spürbar, die uns in den anderen Städten abgeht (Wir werden ja auch in Italien noch in unseren Berufen arbeiten).. Außerdem sind ja die Schönheiten der Toskana und Liguriens nicht weit weg...

Am südlich von Livorno gelegenen Strand stürzen wir uns in die Fluten, bevor es Richtung Siena weitergeht.

Noch lacht er...

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Am Piazza del Campo kann man so manche Stunde sitzen und genießen...

Am späteren Nachmittag gehen wir in eine typische ‘Touristenfalle’ essen (es ist die Pizzeria oberhalb der Fontane Gaia).

Das Essen ist ganz ok, die Überraschung kommt erst beim Bezahlen. Unser 50.000 Lire-Schein war schon auf der Regen-Wanderung nach Lerici dabei, der Geldbeutel hat ihn etwas verfärbt. Der Kellner weigert sich, den Schein anzunehmen. Da wir kein anderes Geld mithaben, wird die Polizei gerufen, die nach geraumer Zeit auftaucht. Auf der Wache inspizieren sieben Beamte unseren Geldschein, finden aber nichts anstößiges. Da wir noch ‘unverfärbtes’ Geld im Auto haben, fährt ein Polizist Arno zum Camp, Geld holen, während Thomas auf der Wache bleiben muß.

Mit dem unverfärbten Geldschein das Essen bezahlt - aber nicht ein Wort der Entschuldigung vom Personal.

In Florenz lernen wir ein Paar aus Kanada kennen, mit denen wir das Nachtleben erkunden. Die üblichen touristischen Florentiner Highlights lassen wir jedoch zu Gunsten eines ausgedehnteren Stadtbummels links liegen - Einzig eine Ausstellung (von Bolero?) schauen wir uns an.

Leider gehen gerade im Urlaub zwei Wochen sehr schnell vorbei und so müssen wir schon viel zu früh wieder heim.


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Arno - 13.10.02