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Dieses Jahr haben wir den Nürnberger CSD ausgelassen und sind stattdessen zu den 6. Bayerischen Liegeradtagen nach Ornbau gefahren.
Freitag nachmittag ging es los - wir haben die Liegeräder auf unseren Renntransporter geladen (Einfach so mit den Liegern hinzuradeln wäre ja zu einfach gewesen) und sind damit nach Ornbau gefahren. Nach ca. 10km hatten wir uns an die ungewöhnliche Zuladung gewöhnt (ist schon lang und schwingungsfähig), so dass wir ziemlich gut vorankamen. Nur einige Autofahrer kapieren anscheinend nicht, dass so ein Gespann schon auf Grund seiner Breite nicht auf Fahrradwege passt (Typischerweise sind das wohl die, die nur zum Spass herumfahren)...
In Ornbau angekommen, gab es zum Abendessen reichlich Nudeln. Anschliessend habenwir uns bei einigen guten Bieren mit anderen Teilnehmern noch bis spät in der Nacht unterhalten...
Für den Samstag waren zwei verschiedene Touren angeboten - wir sind auf der ca. 70km langen 'Hopfen und Malz verloren'-Tour durch die Spalter Hopfengebiete mitgefahren und haben die von der kürzeren 'Beach'-Tour später im Biergarten getroffen.
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Nach dem Biergartenbesuch zog auf der Heimfahrt die Geschwindigkeit einiger Liegeradler(raser) merklich an - anscheinend zum Vorfühlen für das morgige Hauseckrennen.
Während die Liegeradler auf den Touren waren, konnten die nicht-liegenden Besucher auf den Ständen verschiedener Aussteller Liegeräder und Liegedreiräder ausprobieren. Es gab auch noch ein paar Geschicklichkeitsübungen.
Abends haben wir einige in der Ornbauer Altstadt im 'Weingarten' getroffen - so eine Art Weinterrasse mit ganz schöner Stimmung, die für später nochmal zum Besuchen einlädt.
Am Sonntag mussten die Räder noch für die technische Abnahme fitgemacht werden. Nachdem wir erst ein paar Tage vor dem Treffen von den Vorschriften (Kettenblatt- und Pedalabdeckungen sowie Helmpflicht) erfahren hatten, mussten wir uns noch Helme und Material besorgen, das dann 'in letzter Minute' montiert wurde. Nach der TA konnten wir bei Proberunden mit verschiedenen Testrädern noch etwas die Nerven beruhigen, denn das hier war unser allererstes Rennen. Thomas hat sich für 10 Runden, ich mich für 20 Runden gemeldet.
Dann war Thomas' Start zu den zehn Runden (je 950m). Das Feld war gut gemischt. Eindeutiger Publikumsliebling ist das Familiengespann mit 'Fahr-Mit' (104-0472_IMG.JPG). Das Mädchen auf dem Anhänger hat richtig geackert. Mein Favorit ist natürlich Thomas.
Nach ein paar Aufwärmrunden war Start für die längere Strecke (20 Runden), für die ich gemeldet war. Zuerst bin ich ziemlich ungleichmässig gefahren. Ohne Rennerfahrung hinderte mich 'irgend etwas' daran, ungebremst in Ideallinie durch eine Kurve zu fahren, die ich nicht einsehen konnte. Aber nach ein paar Runden hatte ich mich daran gewöhnt und konnte es richtiggehend geniessen, mal so zu fahren, wie es im 'normalen Strassenverkehr' nicht geht.
Der Baron ist ein tolles Rennrad und hat auf dieser Strecke richtig Spass gemacht. Auch an der Haftungsgrenze der Reifen, an die ich auf der kurvigen Strecke ein paar Mal gekommen bin, liess er sich immer gut kontrollieren.
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Die Rennatmosphäre ist schon etwas einmaliges, wenn die Zuschauer an der Strecke einen anfeuern... Mal sehen, vielleicht gehen wir nächstes Jahr wieder an den Start.
Nach Kaffee und Kuchen am Nachmittag ist leider schon wieder 'aufbrechen' angesagt. Die Räder werden auf den 'Renntransporter' montiert und wir kommen nach einem schönen Wochenende mit super Wetter und netten Leuten wieder in Nürnberg an.
Um die Liegeräder nach Ornbau zu transportieren (einfach hinfahren wäre ja zu einfach...), haben wir uns etwas einfallen lassen. Auf die Ladefläche des YAK-Anhängers ist quer ein Balken mit zwei Vorderradnaben montiert. Der Nabenkörper ist fest mit dem Balken verbunden. Wenn das Liegerad mit der Vorderradgabel auf den Schnellspanner gekuppelt ist, dann kann es durch den Steuersatz der Spur des Zugfahrzeugs folgen (die beiden Räder dürfen übrigens hinten nicht untereinander verbunden sein. Neigt sich der Anhänger mit dem Tandem in die Kurve, dann neigen sich die Liegeräder mit, weil sie in horizontaler Linie verdrehsteif mit dem Hänger verbunden sind. Unebenheiten in der Fahrbahnoberfläche werden durch Verdrehung in den zum Kuppeln verwendeten Vorderradnaben ausgeglichen.
Übrigens lässt sich auch ein einzelnes Rad so transportieren. Es wirkt auf das Zugfahrzeug in etwa so, wie wenn nur einseitig eine Packtasche angehängt ist.
Bilder: Ich habe die Bilder original mit 1024*768 Pixel, die ich auf Anfrage verschicken kann.
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Arno - 13.10.02